„… nachdem die Welt meiner eigenen
Sprache für mich untergegangen ist …“

Düsseldorf (evdus).Stefan Zweig, der gebürtige Wiener mit familiären Wurzeln in Böhmen, gehörte auch nachdem er schon 1934 seine österreichische Heimat verlassen hatte und zunächst nach Großbritannien emigriert war, zu den international erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellern. Ihm ist ein Abend mit Vortrag und Textbeispielen zum 80. Todestag  am Mittwoch, 28. September, mit Dr. Katja Schlenker und Professor Winfrid Halder gewidmet im Gerhart-Hauptmann-Haus, Bismarckstraße 90.

Beginn ist um 19 Uhr.

Im Unterschied zu den meisten anderen Autorinnen und Autoren, die durch das NS-Regime aus ihrer Heimat vertrieben wurden, war Zweig im
Exil nicht mit existenzbedrohender materieller Not konfrontiert, da er eine treue Leserschaft auch außerhalb des deutschen Sprachraums hatte. Dennoch setzte er seinem Leben
m 23. Februar 1942 im brasilianischen Petropolis ein Ende.Die zuvor ständig wachsende Verzweiflung Zweigs über die Entwicklung in Europa, vor allem über die Verbrechen des
NS-Regimes und dessen scheinbaren Siegeslauf, spiegelt sich in zahlreichen Texten, die er in seiner letzten Lebensphase
verfasste.

Veranstalter ist das Gerhart-Hauptmann-Haus in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (CJZ) Düsseldorf.

2022-09-14T11:22:29+02:003. Dezember 2020|