1000 Euro für Betroffenen der Hochwasserkatastrophe

Düsseldorf (evdus). Seit 43 Jahren pflegt der Düsseldorfer Evangelische Kirchenkreis eine Partnerschaft mit der anglikanischen Diözese Shyogwe in Ruanda. Regelmäßig leisten junge Menschen aus Deutschland dort ein „Freiwilliges Soziales Jahr“. Als Bischof Kalimba, der der ruandischen Diözese vorsteht, von der Flutkatastrophe in Deutschland im Sommer 2021 erfuhr, entschlossen sich seine Gemeinden spontan den Partnern in Düsseldorf zu helfen.

„Solidarität und Glaube sind keine Einbahnstraße“

Der Evangelische Kirchenkreis hat eine Spende von rund 1000 Euro erhalten für die Opfer der Flutkatastrophe. „Das ist eine besondere Geste der Zusammengehörigkeit, da finanzielle Unterstützung bisher in der Regel von Nord nach Süd erfolgte. Tatsächlich ist die finanzielle Situation der Partnerkirche in Ruanda auch viel angespannter als in Deutschland und 1.000 Euro haben in Ruanda eine viel größere Kaufkraft als hier bei uns. Umso bedeutsamer und erfreulicher ist diese Unterstützung, weil sie zeigt, dass Partnerschaft und Solidarität im Glauben keine Einbahnstraße sind“, sagt Superintendent Heinrich Fucks, der sich sehr über die Spende von Bischof Jered Kalimba, Leiter der Shyogwe-Diözese freut.

Spende für neue Bestuhlung nach Flutkatastrophe

Da Düsseldorf von der Flut aber viel geringer betroffen war als benachbarte Kirchenkreise, soll die Spende aus Ruanda zwei Kirchenkreisen im Osten und im Südwesten der rheinischen Landeskirche zugutekommen, die Verwüstung durch die Flut an und in ihren Kirchengebäuden zu beklagen haben.

Die Spende aus Ruanda geht an eine Kirche in Solingen-Unterburg im Kirchenkreis Lennep und an die Evangelische Kirche in Schleiden-Gemünd im Kirchenkreis Aachen und ist jeweils für eine neue Bestuhlung gedacht.

„Gerade auch nach der Flutkatastrophe haben sich die jeweiligen Gemeinden als Orte der Hoffnung erwiesen, wo Hilfe organisiert, Trost gespendet und gemeinsam gebetet werden konnte“, sagt Superintendent Heinrich Fucks.

Wer sich für die Partnerschaftsarbeit des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf mit Kirchenkreisen in Ruanda, Namibia und Südafrika interessiert, erhält Informationen von Dr. Karl Federschmidt, Beauftragter für ökumenische Partnerschaften des Kirchenkreises Düsseldorf, per Mail unter karl.federschmidt@ekir.de und Telefon 0163. 153 89 40.

 

 

 

2021-12-22T08:46:01+01:0022. Dezember 2021|