Gestaltete Bahn macht auf das Netzwerk „Respekt und Mut“ aufmerksam

„Respekt und Mut“ ist eine Programmgemeinschaft zur interkulturellen Verständigung in Trägerschaft der Diakonie Düsseldorf und verbunden mit dem Düsseldorfer Appell. Eine Bahn, die mit den Gesichtern verschiedener Menschen im ungewöhnlichen Format und mit dem Düsseldorfer Rheinturm gestaltet ist, macht jetzt auf die Arbeit des Netzwerks aufmerksam, die heute wichtiger und aktueller ist denn je. Zum aktuellen Programm von Respekt und Mut.

„Wir möchten mit der Bahngestaltung das Augenmerk auf über 20 Jahre ,Respekt und Mut‘ und den Einsatz für die interkulturelle Verständigung in Düsseldorf lenken“, so Volker Neupert, Koordinator von Respekt und Mut. Durch den poetischen, an ein Zitat von Heinrich Heine angelehnten Ausdruck der „Weiten Herzen“ soll in der Zeit der Pandemie „ein positiver Gegenentwurf zu der zunehmenden Engherzigkeit“ angeboten werden, erklärt Neupert und stellt den Bezug zu aktuellen Ereignissen her: „Mit der Forderung ‚Mehr Demokratie und Menschlichkeit‘ machen wir darauf aufmerksam, dass dies in unserer zerklüfteten Gesellschaft dringend erforderlich ist. Auf den Krieg in der Ukraine bezogen, sieht man, wie wichtig Demokratie und Menschlichkeit sind. Mit dem zweiten Motto ‚Die Einheit der Vielen – Die Vielfalt für Jeden‘ möchten wir die Gemeinsamkeiten der Unterschiedlichen sowie die Chancen unseres Zusammenlebens verdeutlichen.“

Ein Zeichen für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit

Bereits im Jahr 2011 hatte die Rheinbahn eine Bahn für „Respekt und Mut“ zur Verfügung gestellt. Klaus Klar, Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor der Rheinbahn freut sich, die neue Gestaltung einer Bahn den Fahrgästen in Düsseldorf zu präsentieren: „Damit wollen wir ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Hass und Hetze in die Gesellschaft senden, denn gerade jetzt, im Angesicht des entsetzlichen Krieges in der Ukraine, sind Demokratie und Menschlichkeit wichtiger denn je. Sie bilden die Basis für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit.“

Schirmherr Heinrich Fucks, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf (evangelisch in Düsseldorf) dankte für das Rheinbahn-Engagement: „Respekt und Mut ist bereits eine stadtweit bekannte Marke. Dank der Unterstützung der Rheinbahn dürfte Respekt und Mut jetzt wirklich allen in Düsseldorf geläufig werden.“

Über Respekt und Mut

Gegründet wurde Respekt und Mut im Januar 2001 vom damaligen Ausländerbeirat der Landeshauptstadt, dem Düsseldorfer Appell, der Evangelischen Kirche Düsseldorf, der IG Metall und der Volkshochschule Düsseldorf  nach einer Reihe von rechtsextremen Kundgebungen und Gewalttaten. Seitdem verfolgt Respekt und Mut das Ziel,  Düsseldorfer Beiträge zur interkulturellen Verständigung  zu leisten. Weitere Mitveranstalter sind hinzugekommen, darunter das Gerhard-Hauptmann-Haus, der Verein Mosaik e.V., das Multikulturelle Forum, die Rheinbahn und die Zentralbibliothek.

Während der Jahre hat sich die Zahl der Kooperationspartner auf über 60 erhöht. Diese Organisationen, Vereine und Initiativen führen unter dem Titel von „Respekt und Mut – Düsseldorfer Beiträge zur interkulturellen Verständigung“ eigenverantwortlich Veranstaltungen, Projekte und Begegnungen durch.

2022-04-05T13:20:36+02:005. April 2022|