Der Trauer Raum geben

Düsseltal (evdus). Auch bei jungen Erwachsenen kann der Tod eines nahestehenden Menschen plötzlich ins Leben treten. Angebote für ältere Menschen gibt es einige, doch jüngere Trauernde sind oft auf sich allein gestellt. Das wollen Katharina Bous, Pfarrerin im Probedienst, und Birgit Mahlke, Kinder-, Jugendlichen- und Familientrauerbegleiterin aus Düsseldorf, ändern.

Der neu ins Leben gerufene Trauertreff von „evangelisch in Düsseldorf“ richtet sich gezielt an junge Erwachsene zwischen 20 und 30 Jahren, die einen nahestehenden Menschen verloren haben und sich gern einfach austauschen möchten mit anderen, die ähnliches erlebt haben. Denn es ist einfach etwas anderes, einen geliebten Menschen mit 30 Jahren zu verlieren oder wenn man 70 Jahre und älter ist.

Das erste Treffen fand am Montag, 25. April, ab 18.30 Uhr, in der Räumen der Evangelischen Studierenden Gemeinde (ESG), Graf-Recke-Straße 209 c, statt.

Der neue Trauertreff für junge Menschen ist ein geschützter Raum für Betroffene und ihre Geschichte, für ihre Gefühle und Erinnerungen. Gemeinsam machen sich die Teilnehmer:innen auf die Suche nach eigenen Ressourcen und Wegen, die einen in der Trauer tragen können.

Warum ist Trauern wichtig?

„Es ist wichtig, der Trauer Raum zu geben, damit einen das nicht das ganze Leben verfolgt. Manchmal ist es gut, sich einfach Dingen zu stellen, damit man auch wieder feiern und ins Leben gehen kann. Es ist manchmal einfach gut, nicht wegzulaufen“, sagt die31-jährige Katharina Bous.

Geplant sind ab dem 25. April fünf Treffen im zwei Wochen-Takt. „Es wird sehr entspannt zugehen. Wir werden zusammen kochen, essen und einfach ganz viel Raum lassen für den Austausch untereinander“, sagt Bous.

Wer teilnehmen will kann sich gern bei Katharina Bous anmelden per Mail an katharina.bous@ekir.de oder auch über die evangelisch in Düsseldorf- Facebook-Seite oder Instagram wenden.

Das Angebot ist kostenlos.

2022-04-27T09:10:45+02:0021. März 2022|