Prozess „Zukunft Kirche 2.0“ im Fokus

Düsseldorf (evdus). Die zweitägige Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf fand aufgrund des aktuellen Pandemiegeschehens auch in diesem Jahr digital statt. Am Freitag, 19. November, und Samstag, 20. November, kamen die Delegierten der evangelischen Kirchengemeinden und Einrichtungen in einer Videokonferenz zusammen.

Die Kreissynode hat beschlossen, zwei Projekte mit Mitteln des Innovationsfonds zu fördern: EDDI, ein kirchlich-diakonisches Elektro-Kaffeemobil für Düsseldorf  mit 18.750 Euro und ein digitales Jugendzentrum für Nordrhein-Westfalen mit 20.000 Euro. Mit dem Kaffeemobil, das im evangelischen Düsseldorf und innerhalb der Diakonie zukünftig eingesetzt werden kann, lässt sich niederschwellig mit Menschen im ganzen Stadtgebiet in Kontakt kommen und Themen von Kirche und Diakonie in der direkten Begegnung gut transportieren.
Mit dem digitalen Jugendzentrum antwortet der Kirchenkreis auf die Jugendkultur, die eng mit dem sich Zuhause fühlen von Jugendlichen in den sozialen Medien einher geht. Neue Wege für die kirchliche Bindung und Zugehörigkeit sollen zukünftig beschritten werden.

Ein wesentlicher Punkt der Tagesordnung war die Weiterarbeit am Prozess „Zukunft Kirche 2.0“ in Düsseldorf. Aufgrund demographischer Entwicklungen wird es zukünftig weniger Gemeindeglieder und damit auch weniger Finanzmittel geben. „Zukunft Kirche 2.0“ zielt darauf ab, bis zum Jahr 2035 eine wirksame und erkennbare Evangelische Kirche in der Landeshauptstadt zu gewährleisten. In dem Zusammenhang wurden den Mitgliedern der Herbstsynode  außerdem die vorliegenden Ergebnisse des umfangreichen Bürgergutachtens „Glaube in der Stadt“ vorgestellt, an dem sich Düsseldorfer:innen von Frühjahr bis Sommer beteiligt haben. Das Gutachten enthält Material zur Weiterarbeit an der Zukunft des evangelischen Düsseldorfs.

Information zur Kreissynode

Die Kreissynode ist das Leitungsgremium eines Kirchenkreises. Ihre Mitglieder sind Pfarrer:innen sowie die Gemeindeältesten, die von den Presbyterien der einzelnen Kirchengemeinden entsandt werden. Außerdem gibt es Fachvertreter:innen, die ihre Kenntnisse aus verschiedensten Fachgebieten von der Altenarbeit bis zur Kirchenmusik einbringen. Kreissynoden dienen der Aussprache sowie der Richtungsentscheidung. Sie wählen den Superintendenten oder die Superintendentin. Laut Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) sind Theologen in einer Kreissynode nicht in der Mehrzahl vertreten.

 

2021-11-23T13:14:55+01:0018. November 2021|